Corona-Virus - Hilfestellung und Informationen

Die derzeitige Corona-Krise stellt auch die Unternehmen vor große Herausforderungen. Daher sind bereits verschiedene Unterstützungsmaßnahmen, etwa von Seiten der Bundesregierung, angekündigt worden. Die täglich neu bzw. aktualisiert erlassenen Anordnungen und Leitlinien von Bund, Land und Stadt bieten weitreichende Informationen und Hilfestellungen. Für manchen Unternehmer führen sie jedoch vielleicht auch zu einer unüberschaubaren Ansammlungen an Informationen.

Die Wirtschaftsförderung unterstützt daher die Unternehmen mit Informationen etwa zu Fördermöglichkeiten, nimmt Fragestellungen auf und verweist auf Ansprechpartner. Selbstverständlich werden wir jegliche Anliegen vertraulich behandeln.

Sie erreichen die Wirtschaftsförderung telefonisch unter +49 (0) 7623 / 96687-10 oder per E-Mail unter wirtschaft@wst-rheinfelden.de.

An dieser Stelle werden wir Ihnen auch weiterhin aktuelle Informationen zur Corona-Thematik zur Verfügung stellen.

Im Folgenden finden Sie die die wichtigsten Informationen zur Corona-Thematik:

Finanzielle Förderungen für Unternehmen und Beschäftigte

Um die Unternehmen und die Arbeitnehmer in dieser schwierigen Situation zu unterstützen hat die Bundesregierung bereits mehrere Maßnahmen auf den Weg gebracht. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Maßnahmen:

Überbrückungshilfen II - für kleine und mittelständische Unternehmen NEU!

Die Überbrückungshilfe bietet finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen. Sie hilft, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Die Förderung ist ein gemeinsames Angebot von Bund und Ländern. Anträge können ab sofort bis 31. Dezember 2020 gestellt werden.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Stabilisierungshilfe des Landes für das Hotel- und Gaststättengewerbe in Baden-Württemberg (Zuschüsse)

Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist in besonderer Weise von den Folgen der Pandemie und der damit verbundenen erforderlichen Beschränkungen betroffen. In dieser Branche gab es bereits vor der Einführung staatlicher Maßnahmen zur Beschränkung des sozialen Lebens starke Umsatzeinbußen durch Absagen von Reisen und Veranstaltungen infolge des Ausbruchs der Corona-Pandemie. Auch angesichts der nunmehr beschlossenen Lockerungen der Beschränkungen wird im Gastgewerbe eine Rückkehr zum normalen Betrieb und hohen Auslastungen auch auf längere Sicht nicht möglich sein, weshalb weiterhin mit erheblichen Umsatzeinbußen zu rechnen ist.

Mit der im Rahmen dieses Programms ausgereichten Förderung soll den unmittelbar infolge der Corona-Pandemie wirtschaftlich betroffenen Gastronomie- und Hotelbetrieben eine weitere finanzielle Hilfe gewährt werden, um weiterhin andauernde Liquiditätsengpässe zu kompensieren und die wirtschaftliche Existenz dieser Unternehmen zu sichern.

Voraussetzungen der Stabilisierungshilfe

Antragsberechtigte müssen ausschließlich durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sein, die ihre Existenz bedrohen, da die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten im Förderzeitraum aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach-, Personal- und Finanzaufwand (beispielsweise gewerbliche Mieten, Pachten, Zinsaufwand für Leasing und Tilgung, Personalkosten zu decken (Liquiditätsengpass). Der Förderzeitraum ist ein vom Antragsteller zu bestimmender zusammenhängender Zeitraum von höchstens drei Monaten, der frühestens am 1. Mai 2020 beginnt und spätestens am 30. November 2020 endet.

Antragsberechtigte erhalten eine einmalige Stabilisierungshilfe in Form einer Einmalzahlung

1. in Höhe von bis zu 3.000 Euro für das Gesamtunternehmen oder die Selbständigkeit sowie
2. in Höhe von bis zu weiteren 2.000 Euro für jede in dem Unternehmen beschäftigte Person (umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte).

Die konkrete Höhe der Einmalzahlung orientiert sich an dem für den Förderzeitraum bestehenden Liquiditätsengpass und ist der Höhe nach auf diesen beschränkt. Die Stabilisierungshilfe ist zudem auf höchstens 800.000 Euro je Gesamtunternehmen begrenzt.

Weitere Information inklusive Antragsformular erhalten Sie auf der Informationsseite des Programms.

Sofortbürgschaften für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten

Das Wirtschaftsministerium stellt gemeinsam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg Sofortbürgschaften für Soloselbständige, Freiberufler und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten bereit.

Unternehmen können die Sofortbürgschaft auf zwei Wegen beantragen. Über das Portal Ermoeglicher.de können sie bei positiver Prüfung eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 Prozent für einen Kredit bis zu 250.000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten. Diese Vorabzusage wird direkt an ein Kreditinstitut nach Wahl zugeleitet. In bestimmten Fällen kann die Bürgschaft auf 100 Prozent erhöht werden.

Daneben ist der Antragsweg über das klassische Hausbankverfahren möglich. Hier beantragt die Hausbank eine Bürgschaft in Höhe von 90 Prozent für ein Darlehen bis zu 125.000 Euro. Für eine spätere weitere Finanzierung bis maximal 125.000 Euro kann sie auf Wunsch 100 Prozent Bürgschaft erhalten.

Weitere Information inklusive Antragstellung erhalten Sie auf der Informationsseite des Programms.

Beratungen für den Mittelstand (Zuschüsse)

Das Land Baden-Württemberg fördert externe Einzel- oder Gruppenberatungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Angehörige der Freien Berufe.

Folgende Beratungsinhalte sind förderfähig:

  • konzeptionelle Beratungen über alle wirtschaftlichen, technischen, finanziellen und organisatorischen Fragestellungen der Unternehmensführung,
  • Lotsen- und Erstberatungen in der Vorgründungsphase,
  • Energieeinspar- und Umweltschutzberatungen,
  • EU-Beratungen,
  • Beratung von Handwerksunternehmen über Messebeteiligungen und Kooperationsanbahnungen,
  • Weiterbildungsberatungen.

Die Förderung wird als Zuschuss zu den Beratungskosten ausgezahlt und beträgt EUR 350 je Tagewerk à 8 Stunden.

Für Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel, Hotellerie und Gastronomie sowie sonstige Dienstleistungen und Angehörige der Freien Berufe werden maximal 2 Beratungstagewerke pro Unternehmen und Jahr bezuschusst. Für Handwerksbetriebe ist die Beratung durch Beratende der Handwerkskammern und Landesinnungsverbände im Umfang von maximal 4 Beratungstagewerken überwiegend kostenlos.

Für Lotsen- und Erstberatungen beträgt die maximal geförderte Beratungsdauer 1,5 Tagewerke pro Gründungs-/Übernahmevorhaben.

Im Rahmen der der „Krisenberatung Corona“ können Unternehmen bis zu 4 Beratungstage kostenlos in Anspruch nehmen. Im Fokus stehen dabei Unternehmen der Branchen Industrie, Handwerk, Handel, Gastgewerbe sowie sonstige Dienstleistungen. Die Beratung erfolgt durch das RKW Baden-Württemberg, die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Mittelstand und Handwerk (BWHM), DEHOGA Baden-Württemberg und den Handelsverband Baden-Württemberg (HBW/UBH).

Kurzarbeitergeld

Unternehmen und Betriebe können rückwirkend ab 1. März Kurzarbeit anmelden, wenn 10% ihrer Beschäftigten von einem Arbeitsausfall betroffen ist. Die Agentur für Arbeit erstattet über das Kurzarbeitergeld nur 60% des Verdienstausfalls (bei Beschäftigten mit Kindern 67%). Zudem werden die Sozialversicherungsbeiträge vollständig übernommen, die die Arbeitgeber auch für die Kurzarbeit bisher abführen müssen. Entscheidend für den Beginn der Zahlungen ist der Monat der Antragstellung.

Unter folgenden Links finden sich weitergehende Erläuterungen zum Kurzarbeitergeld:

Sämtliche Informationen sind im Flyer zum Kurzarbeitergeld zusammengefasst.

Zusätzlich hat die Agentur für Arbeit auch Videos zu den Voraussetzungen und zum Antragsverfahren erstellt: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-video

KfW-Schnellkredite für den Mittelstand NEU!

Ziel des neuen KfW-Schnellkredits 2020 ist es, insb. kleine bis mittlere Unternehmen durch ein KfW-Darlehen in Höhe von 3 Monatsumsätzen pro Unternehmen bis zu einem Höchstbetrag von 800.000 € mit einer raschen Liquiditätshilfe zu unterstützen. Dabei erhält die Hausbank, über die das Darlehen abgewickelt wird, eine 100%-ige Haftungsfreistellung, für die durch den Bund gebürgt wird.

Die Schnellkredite können ab sofort bei der Hausbank beantragt werden!

Die KfW-Schnellkredite für den Mittelstand umfassen im Kern folgende Maßnahmen:
Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal € 800.000 für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal € 500.000 für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3% mit Laufzeit 10 Jahre.
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Detaillierte Informationen finden Sie auf der entsprechenden Website der KfW.

Unternehmensfinanzierung durch Förderbanken

Bundesregierung und Landesregierung haben Maßnahmenpakete beschlossen, mit denen Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommen der KfW-Bank sowie der baden-württembergischen L-Bank die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern.

Dazu werden die bestehenden Kreditprogramme für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler genutzt und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessert. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um Zuschüsse handelt.

Weitere Informationen:

 

Kredit-Bürgschaften der Bürgschaftsbanken

Die Bürgschaftsbanken übernehmen für Banken und Sparkassen Ausfallbürgschaften oder stellen über ihre Tochtergesellschaften Eigenkapital zur Verfügung. Sofern infolge der Corona-Krise Kredite für ein Unternehmen notwendig werden, können diese in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung ermöglicht werden.

Bei den Bürgschaftsbanken wird der Bürgschaftshöchstbetrag auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt. Um die Liquiditätsbereitstellung zu beschleunigen, eröffnet der Bund die Möglichkeit, dass die Bürgschaftbanken Bürgschaftsentscheidungen bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig und innerhalb von drei Tagen treffen können.

Für Unternehmen, die krisenbedingt vorübergehend in ernsthaftere Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind und daher nicht ohne weiteres Zugang zu den bestehenden Förderprogrammen haben, werden zudem zusätzliche Sonderprogramme für alle entsprechenden Unternehmen bei der KfW aufgelegt.  

Weitere Informationen: Bürgschaftsbanken

Steuerliche Liquiditätshilfen

Die Unternehmen werden auch mit steuerlichen Liquiditätshilfen unterstützt. Dabei handelt es sich derzeit um folgende Maßnahmen:

  • Gewährung von Stundungen ohne strenge Anforderungen, Verzicht auf Verzinsung.
  • Anpassungen von Vorauszahlungen unkompliziert und schnell.
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge bis 31.12.2020, soweit unmittelbarer Zusammenhang Corona-Virus.

Informationen über die Antragstellung finden Sie auf den Seiten der Finanzämter Baden-Württemberg.

Bundes- und des Landesfinanzministerium haben zu diesen Maßnahmen verschiedene Pressemitteilungen herausgegeben:

Infektionsschutzgesetz: Erstattung von Einkommensausfällen

Menschen, die in amtlich angeordneter Quarantäne sind, sind entweder krank geschrieben (dann leistet der Arbeitgeber 6 Wochen Lohnfortzahlung bzw. Krankengeldzahlung durch die Krankenkasse) oder es sind nicht erkrankte Menschen in amtlicher Quarantäne (z.B. Familienangehörige). Für diese, wenn sie nicht dennoch durch einen Arzt krank geschrieben sind und dann Lohnfortzahlung bzw. Krankengeld erhalten, können Anträge auf finanzielle Unterstützung nach § 56 Infektionsschutzgesetz beim Gesundheitsamt gestellt werden.

Das Infektionsschutzgesetz (§ 56) sorgt in Deutschland dafür, dass für sechs Wochen nach Beginn des Verdienstausfalls das Entgelt weitergezahlt wird. Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber die Entschädigung für die zuständige Behörde auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde (Landratsamt Lörrach, Palmstr. 3, 79539 Lörrach) erstattet. Wenn die amtlich angeordnete Quarantäne nach sechs Wochen noch andauert, wird Krankengeld gezahlt.

Weitere Informationen

Thematische Übersichten zu den einzelnen Branchen:

Wichtige Hotlines

Neben den Hotlines der IHK Hochrhein-Bodensee und der Handwerkskammer Freiburg bieten folgende Hotlines Unterstützung:

Unternehmerhotline der Bundesagentur für Arbeit (z. B. Beantragung von Kurzarbeitergeld)
Telefon: 0800 45555 20
www.arbeitsagentur.de

Hotline zu Fördermaßnahmen
Telefon: 030 186 15 80 00 | Mo - Do 9:00 bis 16:00 Uhr
E-Mail: foerderberatung@bmwi.bund.de
www.bmwi.de

Hotline der KfW-Bank
Telefon: 0800 539 9001 | Mo - Fr 8:00-18:00 Uhr
www.kfw.de

Hotline Bürgschaftsbank
Telefon: 0711/1645-6 | ermoeglicher@buergschaftsbank.de
www.buergschaftsbank.de | https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de

Hotline L-Bank
Hotline Wirtschaftsförderung: 0711 122 - 2345 | wirtschaftsfoerderung@l-bank.de
Hotline Bürgschaften: 0711 122 - 2999 | buergschaften@l-bank.de
https://www.l-bank.de

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus
Telefon: 030 18615 1515 | Mo - Fr 9:00 bis 17:00 Uhr
www.bundesgesundheitsministerium.de

Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums zum Coronavirus
Telefon: 030 346465100 | Mo - Do 8:00 bis 18:00 Uhr | Fr 8:00 bis 12:00 Uhr
www.bundesgesundheitsministerium.de

Hotline für Fragen zu Ausnahmegenehmigungen bei der Ausfuhr von Schutzausrüstung (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)
Telefon: 06196 908 14 44 | E-Mail: schutzausruestung@bafa.bund.de
www.bafa.de