Rheinfelden (Baden) erhält Konzept für ultraeffizientes Gewerbegebiet

Wie können Emissionen, Reststoffe und Verschwendung in einem Industriestandort verringert oder gar ganz verhindert werden. Ein Konzept hierfür haben Wissenschaftler der drei Fraunhofer-Institute IPA, IAO und IGB gemeinsam mit der Stadt Rheinfelden (Baden) und den ansässigen Unternehmen erarbeitet.

Seit vergangenem Herbst haben Mitarbeiter der Fraunhofer-Institute IPA, IAO und IGB die Industriegebiete am östlichen Stadtrand von Rheinfelden (Baden) und im Stadtteil Herten unter die Lupe genommen und ermittelt, wie sich Abfall, Abwasser und Abluft möglichst umfassend vermeiden lassen. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt und den ansässigen Unternehmen ist so das Konzept für das weltweit erste stadtnahe, ultraeffiziente Gewerbegebiet entstanden. Es enthält viele praxisnahe Ideen und deckt alle fünf Handlungsfelder der Ultraeffizienz ab.

Nun werden die Vorschläge gemeinsam auf Umsetzbarkeit geprüft. Zudem wird es Workshops mit den Beteiligten in Rheinfelden (Baden) geben, in denen das Konzept detailliert vorgestellt wird und weitere Schritte besprochen werden. Ein regelmäßiger Austausch auf Arbeitsgruppen-Basis soll anschließend eine nachhaltige Umsetzung und Verfolgung des Ziels „ultraeffizientes Gewerbegebiet“ sicherstellen.

Im Frühjahr 2018 hatten das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft um Minister Untersteller und die Fraunhofer Institute einen Wettbewerb ausgerufen, um das weltweit erste stadtnahe ultraeffiziente Gewerbegebiet zu finden. Elf baden-württembergische Kommunen haben sich bis Ende Juni 2019 beworben, die allesamt Effizienz- und Effektivitätsmaßnahmen in Gewerbegebieten planten oder sogar schon umgesetzt hatten. „Wir sind stolz darauf, uns durchgesetzt zu haben und mithilfe des Konzepts einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Zukunft zu gehen.“, so Elmar Wendland, Wirtschaftsförderer der Stadt Rheinfelden (Baden).

Die Konzepterstellung wurde mit rund 250.000 Euro im Rahmen des Forschungsprojekts »Ultraeffizienzfabrik – Symbiotisch-verlustfreie Produktion im urbanen Umfeld« durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert.

Weitere Informationen: Pressemitteilung

Zurück